Tja, man mag es kaum glauben, aber sogar so ein Backend-Freak wie ich schafft es mal, auf ein Web 2.0-Community-Meeting zu gehen. Ein Dank geht hier an meine Kollegen, die mich dazu eingeladen – oder besser überredet – haben. Klarerweise war es mein erster “Webmontag” – out here in Munich – und es war ein ziemlich interessanter obendrein.
Die Atmosphäre war sichtlich locker, die Leute rundherum easy und interessiert. Dank der Organisation und Gastfreundschaft von amiando ist man auch nicht erdurstet. Es waren ersteunlich viele, die es geschafft haben, sich rechtzeitig zu den Vorträgen noch zum Webmontag zu schleppen.
Die Vorträge waren durchaus interessant. Als erstes machte sich das Start-Up “trupoli” bekannt. Eine mittlerweile schon “klassische” Web 2.0-Community-Plattform mal für etwas ganz anderes – Politik. Ein heißes Eisen, wie ich finde, jedoch sicherlich eine weitere Facette im ganzen Community-Panorama.
Im folgenden Beitrag ging es um 3D-Internetanwendungen und deren Möglichkeiten für Community, Commerce und Business. Am Beispiel von Second Life wurden erste Erfahrungen präsentiert und die möglichen Potenziale aufgezeigt. Der Grund-Tenor war das hohe Innovationspotenzial. Auch hier sehe ich der allgemeinen Meinung eher etwas skeptisch entgegen. Es ist außer Frage, dass 3D-Visualisierung im Internet in der Zukunft eine größere Rolle spielen wird. Ich denke jedoch, dass es die bestehende 2D-Plattform nicht ersetzen kann und soll, sondern vielmehr punktuell sinnvoll ergänzen wird.
Der dritte Vortrag beschäftigte sich mit Mash-Up-Technologien und deren Herausforderungen am Beispiel der HipHop-Community Sucker und dem amiando Eventsystem. Als einer der größten Herausforderungen wurde hier der transparente Single-Sign-On genannt. Da ich diese Verfahren schon ausführlichst auf der Web-Services-Ebene kennenlernen durfte, konnte ich in dem Beitrag nichts bedeutend neues für mich entdecken.
Zu guter letzt gab es noch eine kleine Präsentation eines Fun-Startups, die einfach mal so eine Website zum Online-Schafkopfen erstellt (Sauspiel) haben. Netter Zeitvertreib.
Übrig blieb der Gesamteindruck der lockeren Community und deren quergängigen Ideen. Ich war dort als Web-2.0 Newbie und Backend-Freak eher ein “Sonderfall” – und ehrlich gesagt empfand ich es für mich schon ziemlich weit aus meinem heimischen Kontext herausgelehnt – aber erlebenswert war es doch.
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